SV Ellerbek: Alt-Herren - Kieler Woche 2004

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Mit dem SV Ellerbek zur Kieler Woche 2004


Freitag, 25.06, 15:59 Uhr:

Ich gelange rechtzeitig zum Treffpunkt am Vereinsheim des SV Ellerbek und treffe dort auf Fußballgott Achim P. Nach einer endlosen Serie des Händeschüttelns und Verbeugen vor der letzten aktiven, lebenden Fußballlegende des Ellerbeker- Profisports machen wir uns auf den Weg zu Schröder, nachdem der gerade eingetroffene Maschi durch 2 gezielte Stiche seines Stiletts in die Gummibereifung des 26er Mountainbikes der Marke "Karma-Sutra" des Ex-Keepers und Hobbyalkoholikers "3-Finger-Joe", diesen schmerzhaft daran hindert, der überaus lustigen Gesellschaft zu folgen und ihnen den Abend zu versauen. Auf dem Weg zu Schröder kommt es dann fast zum ersten Handgemenge zwischen mir und der sonnengegärbten Sangesschwuchtel Maschi wegen eines Streits, wer denn nun die mitgeführten Getränkemischungen von Achim P. tragen darf.

16:05 Uhr:

Wir kommen bei Schröder an, wo wir auf die Sportskameraden Oleg M., Dirk S. , Stefan B. und Tino S. treffen, die in ihrer unnachahmlichen Art, den kleinsten Spielraum, der ihnen geboten wird, sofort nutzten und die 10 Minuten "Vorsprung" eiskalt in den eiligen Verzehr eines gelben Wagens sowie 5 weiteren Mischungen ausnutzten und von nun an einen gewissen Pegelvorteil zu nutzen wissen.

16:20 Uhr:

Nach drei weiteren Runden Korn der Marke "Schädel wech" beginnt Stefan B. damit, sich auf die Kieler Woche einzustellen. Erstes Opfer ist die gerade zu ihrer 60. Geburtstagsfeier eintreffende Gerda K., die von Stefan B. mit den freudigen Worten "Herzlichen Glückwunsch, mit 20 hattest Du noch Schamlippen, mit 40 Schamlappen und jetzt hast Du schon Knieschoner. Demnächst kannst Du für Helli ins Tor" begrüßt wird. Die überaus lustige wie beschwingte Gruppe erhält Lokalverbot und macht sich auf den Weg zur großen Überfahrt.

16:25 Uhr:

Am Vereinsheim warten die bereits schwer angeheiterten Carsten Z. und Rainer B., der eiligst zur Begrüßung seine rechte Hand aus dem weit geöffneten Schritt von der daraufhin völlig unzufriedenen Frau W. entfernt, die daraufhin wutentbrannt und total unbefriedigt das Weite sucht; zusammen mit "3 Finger-Joe", der immer noch "scheiß Fahrrad" schimpft und nun nach dem provozierten "Platten am Nachmittag" auf einen wesentlich härteren Abend bei Frau W. hofft.

16:45 Uhr:

Am Fähranleger Wellingdorf stoßen wir dann auf den Schlägertrupp Helmut S., Ferdinand S., Sven E., Jens K.. und Martin M., der für den gewissen Luxus heute seinen dunkelhäutigen Sklaven Marco D. mitgenommen hat. Trotz heftigen Werbens läßt sich Martin M. von Jens K. nicht überreden, seinen Sklaven Marco D. gegen Melanie, die Hausherrin von Jens K. einzutauschen. "Einmal auch was zu sagen haben" jammert Jens K. kurz, um etwas später dann seinen Frust an Schönkirchenlegionär Trabbi auszulassen, für den kurz darauf, angekettet an den Fähranleger mit einem Bügelschloß der Marke "Hartstahl 4711", der Kieler Woche Abend gelaufen ist. Die Stimmung steigt.

17:10 Uhr:

Unter ohrenbetäubendem Jubel der Truppe uriniert Carsten Z., wie damals beim Aufstieg an der Mittellinie, wie gefordert über die Reling des Fährschleppers "Stadtwerke Horst". Die Proteste des neben dem Schlepper fahrenden, angeschifften Paddlers Benno G. verhallen ungehört. Die Überfahrt verläuft sonst ohne größere Komplikationen. Abgesehen vielleicht von der Aktion mit dem Stempelautomaten, der kurzfristig von Tino S. durch das Öffnen von mehreren Flaschen Bier am Stempelschlitz außer Betrieb genommen wurde und der Mannschaft eine überraschende, unerwartete Freifahrt und finanzielle Entlastung bringt.

18:05 Uhr:

Auf dem Weg in Richtung "alter Markt" gucken inzwischen einige Vertreter nach dem hastigen Erleichtern ihrer mitgeführten Rucksäcke durch Wegschädeln des alkoholischen Inhaltes ebenfalls ganz schön alt aus der Wäsche. Rainer B. fordert wehement sein Geld beim brasilianischen Cocktailstand zurück, nachdem er sich unter dem von der kaffeebraunen Schönheit Caramella B. servierten "Sex on the beach" doch etwas völlig anderes als den nun in hohem Bogen in die Förde beförderten Cocktail vorgestellt hatte. Nur die äußerst diskret überreichte Telefonnummer der Zuckerhutschönheit, verbunden mit einer engen, innigen Umarmung, läßt Rainer B. wieder kühleren Kopf bewahren. Von nun an läuft er dafür mit ausgefahrenem Abstandshalter in der Hose über die Kieler Woche.

18:37 Uhr:

Spielabbruch an der Pernod-Bühne! Die Veranstalter entschließen sich ganz spontan zu einer längeren Unterbrechung, nachdem die dargebotenen Karaokee-Darbietungen doch viele Wünsche offen ließen. So wurde der mittlerweile zehnten Howard Carpendale-Imitation von Hans ein überzeugend lautes "VIVA COLONIA!" entgegen geschmettert. Dieses wäre sicherlich noch erträglich gewesen, da aber sämtliche Alkoholika am angrenzenden Stand mittlerweile vom dort seit Stunden verweilenden Dirk S. (der Dicke) vertilgt wurden, ist die Zwangspause vorprogrammiert, damit der Spirituosen-Laster zum Nachtanken vorfahren kann. Die inzwischen sehr muntere Gesellschaft zieht weiter zur NDR-Bühne.

19:15 Uhr:

Dirk S., Sven E. (www.besamungsbulle.fik) und Marco D. folgen dem Trupp mit etwas Abstand, nachdem sie die "überwältigten" www.frauen-vom-land.de in den angrenzenden www.buesche-und-knicks.de überredet und dort www.vonvorneundvonhinten.com genommen hatten. Im Anschluß hängt sich der über die fehlende Loyalität seines Sklaven frustierte Martin M. unter das nächstgelegene 5 Liter Faß Weißbier und zahlt dafür die stattliche Summe von 330 Euro. Diese erhofft er durch den Verkauf von Marco D. an Jens K. nun wieder reinzuholen, der an dem inzwischen wieder abgeschlafften, konditionsschwachen Latinolover allerdings wenig Interesse zeigt.

20:27 Uhr:

Die singende Moderatorenschwuchtel Uwe A.Kuss.Z. kann sich bei seiner krampfhaften Darbietung auf der NDR-Bühne vor geworfenen Bratwürsten der Marke "Thüringer Imitat" kaum retten, nachdem von Carsten Z. und Oleg M. immer wieder AC/DC gefordert wurde. Die aufgeheizte Stimmung beruhigt sich erst als der Kameramann auf der Bühne den lautstarken Forderungen nachgibt, ausschließlich die Highlights der Darbietung in Szene zu setzen und von nun an nur noch von unten die Unterhosen der 4 brasilianischen Tänzerinnen auf die überdimensionale Videoleinwand projeziert. Apropo Szene. In Zähne setzt sich auch mal wieder der inzwischen eingetroffene Vereinshooligan Thomas O. durch seine eigenwillige Interpretation des "Kopfballpendels", indem er im richtigen Moment hochsteigt um den herunterrauschenden Bungeespringer Dieter K. durch gezielten Kopfstoß in der unteren Pendelphase unmissverständlich auffordert nach 3 verpaßten Zahnprophylaxeuntersuchungen doch mal wieder bei seinem Zahnchirugen vorbeizuschauen. Er bestreitet daraufhin im Anschluß allerdings vehement eine finanzielle Prämie der von der Gesundheitsreform stark angeschlagenen zahnärtzlichen Vereinigung.

20:45 Uhr:

Die Mannschaft verläßt den Bereich der NDR-Bühne in Richtung Schloßgarten, nachdem sich Carsten Z. und Oleg M. durch paralleles Urinieren von der Brücke über die dargebotene Leistung von AC/DC doch stark enttäuscht zeigten. Das in Wirklichkeit Matthias Reim auf der Bühne stand, wollten sie einfach nicht wahrhaben. Genauso wenig zeigten sie Verständnis für den Platzverweis nach angeblichen Pinkelfoul an einer Fahrradfahrerin mit ihrem 4 jährigen Bernhardiner-Dackel-Mischling. Erst der Genuß von 2 Bechern Barcadi ohne Cola war Carsten Z. ("ich hab sie mit dem Strahl doch nur leicht gestreift") wieder etwas beruhigt.

20:57 Uhr:

Wir treffen auf die Mannschaftkollegen Timo D. sowie Frank und Marcus S., die noch Unmengen Bier der Marke "Schädel Pils light" mit sich führen. Zusätzlich führen sie noch die beide Animiermädchen Kerstin I. und Sandra S. mit sich, die Timo D. als "ihre Frauen" ausgibt. Auf Nachfrage bei Frank S. räumt dieser allerdings ein, das sie die Mädels als Zugabe beim Tausch von Ellerbek-Aufklebern gegen das Bier am indonesischen Reispfannenstand aufgegabelt hätten und sie ihnen nun förmlich an den Hacken hängen und auf der Tasche liegen würden. Der Vorschlag von Jens K. die Mädels an Martin M. im Tausch gegen Marco D. zu transferrieren bleibt allerdings ungehört.

21:34 Uhr:

Im Schloßgarten ist die Truppe auf ihre bis dahin größte Stärke angewachsen. Kai B., Matthias L., Michael K. und Markus W. verstärken das Team, das von nun an den Warsteiner-Stand in Beschlag nimmt und den Chef zur Herausgabe sämtlicher Pfandmarken zwingt, nur damit niemand anderes mehr an den immer noch schmeckenden Gerstensaft der Marke "Laß Laufen" kommt.

21:59 Uhr:

Ihren immer größer werdenden Harndrang lassen jetzt auch Carsten Z, Michael K., Oleg M., Marco D. und Markus W. freien Lauf und "Waschen" den Warsteiner-Wagen mit einer gezielten Breitseite aus der Unterhose. Der inzwischen schwer angeschlagene Marco D. bekommt daraufhin den Reißverschluß seiner Jeans der Marke "Aldi-Lanzarote" nicht mehr zu. Von nun an hängt er raus.

22:37 Uhr:

Nachdem auch am Warsteiner-Stand die Flüssignahrung auszugehen droht, beschliessen Markus W., Carsten Z. und Marco D. von nun an nicht mehr gegen, sondern in den Wagen zu strullen. Seit ungefähr dieser Zeit, bemerkt Martin M., schmeckt das Bier auch deutlich herber. Ob das daran liegt, das wir vorhin noch am Jever-Stand waren?

22:59 Uhr:

Die etwas dürftige Darbietung von Timo D. auf der Bühne des Schloßparks ("als Henne mußt Du Eier legen, als Hahn da mußt Du Hühner ficken"), teilt die Gruppe in 2 Häften von denen die eine, bestehend aus Helmut S., Oleg M., Carsten Z., Stefan B. und mir beschließt, in Richtung "Alter Markt" weiterzuwandern. Ach ja, der inzwischen völlig bestrunzte Marco D. wurde von seinem Gönner Martin M. freigelassen, da dieser oder besser sein Geldbeutel dem steigenden Trinktempo seines Sklaven nicht mehr standhalten konnte.

23:03 Uhr:

Zielsicher und hungrig versperrt Stefan B. 2 Mädels am Crepesstand den Weg und fordert vehement die Befriedigung seines empfindlich sich nach fester Nahrung sehnenden Magens. Da die Mädels sich gerade auch nach etwas Befriedigung sehnen, wird kurzer Hand ein kleines Tauschgeschäft arrangiert und kurz darauf sieht man Stefan B. zufrieden, und beschwert durch ein paar leckere Amaretto-Crepes der Marke "Jungfrauenalarm" und erleichtert um einige seiner zweifelsohne begehrten Linkshänderspermien, auf den alten Markt zuwanken.

23:26 Uhr:

Eingetroffen auf dem "Alten Markt" werde ich von Kille D. durch einen gezielten Faustdruck in die Magengegend herzlichst begrüßt, der mich fast zum Entleeren meiner soeben eiligst inhalierten Bratwurst der Marke "Heiß und Fettig" gezwungen hätte. Vermeintliche Schulterklopfer werden bei zu geringer Köpergröße halt zu Magenschlägen! Mir wurde aber zum Glück ziemlich schnell deutlich, daß es noch sehr viel kleinere Frauen als Kille D. gibt und dann hätte der Schlag wahrlich in die Hose gehen können. Das kann einen ganz schön umhauen. So wie in diesem Moment Stefan B., der sich aus Huldigung vor der großen Leistung des Otto R. mit seinen Griechen spontan zu einem Diver auf den "Alten Markt" entschließt und sich dabei sein Frischgezaptes Marke "Rehakles extra stark" über sich, sein Gesicht und seine Nase ergießen läßt. Begleitet von einem Zischen kühlt, die von den 2 Mädels stark erhitzte Hose, mit einem Schlag ab und ist von nun an pitschnaß.

23:45 Uhr:

Kille D. steckt mir, daß sie Marco D. ablösefrei von Martin M. erworben hat und bittet mich dafür zu sorgen, daß er pünktlich zu ihr nach Hause geliefert wird. Dafür werden mir einige Tänze mit Kille D. vor der Bühne des alten Marktes angeboten und die freie Folterwahl des Sklave auf der Rückfahrt.

00:20 Uhr:

Die Musik ist aus. Die Stimmung nach wie vor gut. Bis Steffi B. auf der Bühne das stimmungsvolle Liedchen "Schade Frankreich, alles ist vorbei, alles ist vorbei, alles ist vorbei" anstimmt. Von nun an entleert sich der "Alte Markt". Helmut S. und ich beginnen, den Sklaven Marco D. zu verschiffen. Hierzu treiben wir ihn, gezogen an einer vom Hundeausstatter Hasso G. geliehenen Eisenkette der Marke "Bullterrier Vogts", durch die Holstenstraße und lassen ihn immer wieder seinen wohl einzigen Trick den "doppelten Übersteiger" mit anschließendem Brechreiz vorführen.

1:03 Uhr:

Die zur Kieler Woche eingleisige Hörnbrücke, die um diese Zeit für beide Seiten wieder freigegeben ist, wird von Sicherheitskräften nocheinmal kurzfristig gesperrt, nachdem Marco D. die Brücke zur Hälfte passiert hat und dabei schon 2 ältere Frauen mit ihrem Pudel über die Brüstung ins Wasser gegrätscht hatte. Außerdem moniert eine Passantin zurecht, daß da immer noch was aus der Hose von Marco D. hängt und er sein Hosenbein schon mehrfach feucht gehalten hätte.

1:37 Uhr:

Ich liefere die nach polizeilichem Ausdruck "unbeholfene Person" Marco D. bei Kille D. ab, wo er noch eine kurze Pause bis zum Eintreffen seiner Herrin gegen 3 Uhr haben wird. Von nun an ist der Spaß vorbei und er muß nochmal aufs Allerheftigste ran. Das ist aber eine ganz andere Geschichte. Der Kieler Woche Ausflug ist jedenfalls beendet.

Euer Helge M.

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